Lernbereich Wohnen

Schülerinnen und Schüler der Berufsschulstufe entwickeln individuelle Vorstellungen von eigenständiger Lebensgestaltung und vom Wohnen. Sie lernen unterschiedliche Wohnformen (z. B. in der Familie, in Wohngemeinschaften, ambulant betreutes Wohnen) und die jeweiligen Anforderungen kennen.

Notwendige Alltagskompetenzen (z. B. beim Einkaufen, der Hausarbeit, der Zubereitung von Mahlzeiten, der Gestaltung des Wohnraums, der Freizeit) werden im Unterricht geübt und gefördert sowie lebenspraktisch angewandt. Daneben bilden psychosoziale Kompetenzen (z. B. die beginnende Ablösung vom Elternhaus), die Entwicklung von Entscheidungskompetenz sowie die zeitliche Planung und Strukturierung des Tagesablaufs wesentliche Inhalte des Bereichs „Wohnen“. Rechtliche und finanzielle Aspekte, die im Zusammenhang mit einer eigenständigen Lebensgestaltung und dem Wohnen stehen, werden im Unterricht erarbeitet und aufgezeigt.

Das „Wohntraining“ findet in einer „Trainingswohnung“ in einem Wohnheim des Berufsschulzentrums statt. Dort steht in einzelnen Wochen des Schuljahres eine Wohnung zur Verfügung. Die Umsetzung der gelernten Inhalte in einer anderen Umgebung und einer höheren Komplexität sind immer wieder Herausforderungen für unsere Schülerinnen und Schüler.

Die Zusammenarbeit mit Eltern – die individuelle Beratung und die Vermittlung von Kontakten zu Wohnanbietern, z.B. der Lebenshilfe, der Stiftung Haus Lindenhof – Besichtigungen und Informationen über verschiedene in Frage kommende Wohnformen stellen weitere wichtige, über das Unterrichtliche hinausgehende Aspekte des Bildungsbereichs „Wohnen“ dar.